Webseite mieten statt kaufen

Wenn du eine Website benötigst und dich nach einem Anbieter umschaust, der dich bei diesem Vorhaben unterstützt, stößt du immer häufiger auf ein neues Geschäftsmodell: Webseite mieten statt kaufen. Das klingt verlockend, da mit geringen Kosten geworben wird. Beim Mietmodell bezahlt du statt einmaliger Kosten für die Erstellung eine monatliche Mietgebühr. Dies scheint zwar insbesondere bei geringem Budget ein Vorteil zu sein. Allerdings musst du unbedingt die Nachteile kennen, wenn du eine Website mieten willst. Denn diese funktioniert wie ein Abo.
Webseite mieten statt kaufen

Webseite mieten – wie funktioniert das?

Du kannst dir entweder eine eigene neue Website erstellen lassen oder sie mieten. Entscheidest du dich dafür, dir eine Homepage erstellen zu lassen, musst du die Kosten für die Erstellung auf einmal bzw. in zwei bis drei Abschlägen zahlen. Dafür geht sie nach vollständiger Bezahlung bei einem seriösen Webdesigner in dein Eigentum über. Beim Mieten bezahlst du jeden Monat einen festen Betrag. Bei beiden Modellen variieren die Kosten abhängig davon, wie umfangreich das Projekt ist und was die Seite können soll. Daher werden dir immer „Preise ab … Euro“ genannt. Das ist auch völlig in Ordnung.

Wie viel kostet es, eine Webseite zu mieten?

Für eine Mietwebsite beträgt die monatliche Fixgebühr ab 39 Euro. Für ein umfangreiches Projekt kann die Monatsmiete aber auch 79 Euro, 150 Euro oder mehr betragen. Im Vergleich mit den Erstellungskosten für dein eigenes Projekt wirkt dies natürlich viel günstiger. Allerdings: Je länger du eine Website mieten wirst, desto teurer wird es für dich. Einen finanziellen Vorteil hättest du also nur, wenn du die Miethomepage für einen kurzen Zeitraum mieten willst (z.B. drei oder vier Monate). Dieses Anwendungsbeispiel kommt in der Praxis jedoch nie vor. Zudem steht dem der Nachteil gegenüber, dass eine neu erstellte Internetseite einige Monate braucht, um in den Suchmaschinen gut zu ranken und Kunden bzw. Aufträge generiert.

Wie viel kostet es, eine eigene Webseite erstellen zu lassen?

Ähnlich verhält es sich, wenn du dir eine eigene Homepage erstellen lassen willst. Die Website Kosten hängen davon ab, wie viele Seiten das Projekt umfassen wird. Meine Preise rangieren zwischen einem Festpreis für einen Onepager oder einem kleinen Projekt bis hin zum maßgeschneiderten Angebot für größere Projekte.

Was ist der Unterschied zwischen Website mieten und erstellen lassen?

Auf den ersten Blick sieht das Endergebnis für dich gleich aus. Die Agentur hat die Seite wahrscheinlich mit dem Content Management System WordPress ansprechend erstellt und responsiv für mobile Endgeräte angepasst. Im Idealfall sind die Inhalte der Seite sind auf dein Thema abgestimmt, ein Kontaktformular ist eingebunden und potenzielle Kunden oder Auftraggeber können dich kontaktieren. Jedoch gibt es gravierende rechtliche und performante Unterschiede. Doch zunächst schauen wir uns die Vorteile an.

Was sind die Vorteile beim Mietmodell?

Eine Website mieten statt kaufen hat zunächst tatsächlich einige Vorteile, wenn du dich für eine gute Agentur entscheidest. Der größte Vorteil ist darin zu sehen, dass du dich um nichts kümmern musst. Im Gegensatz zu einer eigenen Website, über die du volle Kontrolle hast, bezahlst du nur an einen Anbieter – die Agentur, bei der du die Website mietest. Der Dienstleister stellt dir Domain und Webspace zur Verfügung, erstellt die Inhalte für dich und muss gewährleisten, dass dein Internetauftritt rechtssicher ist.

In der Mietgebühr sind die Kosten für Webhosting, Cookie-Banner und Theme enthalten. Bei einer eigenen Website zahlst du diese Beträge selbst an die Anbieter – trotzdem ist dies auf Dauer die günstigere Lösung.

Damit das CMS stets auf dem neuesten Stand ist, benötigt jede Webpräsenz, die mit einem Content-Management-System (CMS) regelmäßige technische Wartung, zu denen insbesondere die Updates von WordPress und installierten Plugins zählen. Diese Sicherheitsupdates sind zwingend erforderlich. Auch darum sollte sich die Agentur im Rahmen des Mietmodells als Inklusivleistung ohne Aufpreis kümmern. Gleiches gilt für Sicherheitsbackups.

So viel zu den Vorteilen einer Miethomepage, wenn du eine seriöse Agentur gefunden hast, die dir ein faires Angebot für eine Mietwebseite unterbreitet und vernünftig arbeitet.

Homepage mieten mit und ohne Laufzeit – das musst du wissen

Viele Anbieter versprechen ein Mietmodell, bei dem du jederzeit bzw. monatlich kündigen kannst. Hier versteht es sich von selbst, dass die Seite nicht individuell für dich erstellt, sondern die Webpräsenz entweder vorher schon andere Kunden vermietet oder per Knopfdruck mit KI erstellt wurde.

Qualität hat ihren Preis. Möchtest du für deine Selbstständigkeit oder eine, auf dein Unternehmen zugeschnittene Website mieten, die wirklich optimiert ist und deine Sichtbarkeit im Netz erhöht, geht dies nur mit einem professionellen Webauftritt. Eine Miet-Website kann diese Notwendigkeit durchaus erfüllen.

Jedoch kann eine seriöse Webdesign-Agentur nur wirkungsvoll arbeiten, wenn du ihre Arbeit angemessen vergütest und die Agentur zuverlässig mit festen Einnahmen rechnen kann. Daher wird dich der Anbieter an eine Laufzeit binden (z.B. 24 Monate) und nach Ablauf der Mindestlaufzeit die Miete erneut für 12 oder 24 Monate verlängern.

Warum eine Webseite mieten statt kaufen mehr Nachteile als Vorteile hat

Neben diesen beiden Aspekten solltet du unbedingt auch die weiteren Nachteile kennen, die eine gemietete Website mit sich bringen kann. Davon gibt es einige, an die du vielleicht nicht denkst oder die dir nicht bewusst sind.

Miethomepage ist kein Eigentum

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass eine eigens für dich erstelle Website nach vollständiger Bezahlung in dein Eigentum übergeht. Dadurch hast du freie Hand, was mit der Seite passiert. Du kannst sie jederzeit abschalten, erweitern, Inhalte ändern, sie zu einem anderen Hoster umziehen, die Websitebetreuung an jemand anderes übergeben usw.

Abhängigkeit vom Anbieter beim Webseiten mieten

Mit einer gemieteten Homepage hast du keinen Einfluss, bei welchem Hoster die Seite liegt und mit welcher Technik sie aufgebaut ist. Du bekommst keine Zugangsdaten. Somit bist du dauerhaft von dem Anbieter für Mietwebsites abhängig.

Risiko von hohen versteckten Kosten

Auch Webdesign-Agenturen müssen kosteneffizient arbeiten. Eine günstige Mietgebühr mit monatlicher Kündigungsoption bezieht sich in der Regel nur auf die Nutzung der Inhalte inklusive minimalem Aufwand für Wartung. Eine hohe Mietgebühr mit Laufzeit umfasst indes die Erstellung individueller Inhalte, des Layouts sowie die Nutzung über die vereinbarte Mietdauer und die Wartung. Soweit kann das Versprechen eingehalten werden, dass keine versteckten Kosten anfallen.

Anders verhält es sich, wenn der Onlineauftritt inhaltlich geändert oder erweitert werden muss. Zwar entstehen dabei auch bei einer eigenen Website zusätzliche Kosten für die gewünschte Anpassung. Im Mietmodell lassen sich Anbieter derartige Zusatzleistungen teuer bezahlen. Bei der eigenen Internetseite kannst du entweder die Inhalte selbst ändern bzw. ergänzen oder unabhängig jemanden beauftragen, was letztlich die günstigere Variante darstellt.

Probleme durch Kündigung einer Miethomepage

Möchtest du das Mietverhältnis kündigen, kann je nach Vertrag eine Kündigungsfrist bestehen. Unabhängig von dieser Kündigungsfrist hast du nach der Kündigung keinen Anspruch auf die Top-Level-Domain und die Inhalte. Nach der Kündigung fängst du also wieder bei Null an.

Website leasen – möglich, aber viel zu teuer

Einige Anbieter ermöglichen es zwar, dass du bei Kündigung des Website-Abos die Website kaufen kannst, so dass du nach dem Ende des Mietverhältnisses du die Domain und die Inhalte weiter nutzen darfst. Die Kosten sind dabei jedoch sehr hoch und übersteigen die tatsächlichen Erstellungskosten bei Weitem.

Historie der Mietwebseite

Die meisten Anbieter, bei denen du eine Website mieten kannst, erstellen diese für dich nicht neu, sondern greifen auf bereits fertige Variante zurück und passen lediglich die Inhalte minimal an. Es kann also sein, dass vorher die gleiche Miet-Website für eine Schreinerei in Hamburg, Bremen und Stuttgart genutzt, das entsprechende Mietverhältnis gekündigt wurde und sie jetzt für dich auf deine Schreinerei in München abgewandelt wird.

Derartige Änderungen werden von Suchmaschinen wie Google aufmerksam verfolgt und dementsprechend sanktioniert. Vorher aufgebaute Rankings auf den jeweiligen lokalen Standort werden abgebaut, neue Rankings auf deinen lokalen Standort müssen aufgebaut werden.

Auch kommt es zu erheblichen Problemen mit Duplicate Content, wenn der Anbieter die exakt gleiche Website mit identischen Inhalten mehrmals vermietet. Google wird im besten Fall eine Version ranken lassen, während alle anderen Kopien keine Rankings erzielen.

Professionelle Webseite – die Vorteile gegenüber einer gemieteten Webseite

Lässt du dir von einem seriösen Freelancer oder einer guten Webdesign-Agentur eine eigene Website erstellen, wird die Domain auf dich registriert. Dein Auftragnehmer wird dich dabei begleiten, dein eigenes Webhosting-Paket zu buchen, auf das du immer unabhängig vom Webdesigner Zugriff hast. Vor allem stehst du mit deiner Adresse im Impressum, was einen klaren Vorteil bei der lokalen Suchmaschinenoptimierung bedeutet. Inhalte werden maßgeschneidert für dich erstellt. Nach Bezahlung ergeht das dauerhafte Nutzungsrecht an dich.

Besser statt Homepage mieten: Eigenen Online-Auftritt individuell erstellen lassen

Insgesamt lässt sich konstatieren, dass eine Website zum Mieten in den meisten Fällen viele Nachteile hat und deutlich mehr kostet. Es gibt nur zwei Szenarien, wo ein Website-Abo akzeptabel ist:

  • Wenn du den Internetauftritt für eine kurze Zeit benötigst.
  • Wenn du kein Budget hast, um dir eigene eigene Website erstellen zu lassen.

Im zweiten Fall wäre es die bessere Alternative, wenn du mit dem Webdesigner eine Ratenanzahlung für die Erstellung einer professionellen Website vereinbarst, bei der die Optimierung von Anfang an auf dich zugeschnitten ist.

Fazit: Langfristig ist es aber aus Sicht des Ergebnisses und auch im Hinblick auf die Kosten günstiger, wenn du dir eine eigene Website erstellen lässt.

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